Hummelchens Schlaf

Heute war Hummelchen sehr einfallsreich
Anstelle von Blüte zu Blüte zu fliegen, um Nektar zu trinken
Liess es sich am Waldteich
auf ein riesiges Seerosenblatt sinken
Es blinzelte noch ein paar Mal, machte dann die Äuglein zu
So legte es sich gemütlich auf dem Seerosenblatt zur Ruh
Nach einer Weile träumte es von wundersamen Dingen
Von Feen, die tanzten und massen sich im Singen
Welche hatte das schönste Stimmchen in der Runde?
Es war die Waldfee Luminea – deren Gesang
Verzauberte alle, so die Kunde
Gar Frösche als Synchronschwimmer dann
Zu Blumen und im Kreise herum
Schwammen und blubberten zum
Glockenhellen Stimmchen Lumineas
Die still und ruhig auf dem Seerosenblatt von Hummelchen am Teich sass
Bald tippte sie Hummelchen an
Auf dass die Blumen nicht etwa zu kurz kamen
Hummelchen dankte Luminea für ihr Lied noch im Traum
Bevor es die Augen öffnete und sodann
Luminea suchte auf der schwimmenden Insel sogleich
Doch entdeckte Hummelchen sie nirgends mehr auf dem Teich
War’s ein Traum nur, der Hummelchen neckte?
Dachte Hummelchen als zum Himmel hin es sich streckte.
Ja, vielleicht – aber wenn, dann ein schöner
Hummelchen war nun viel wohler
Zur Blumenwiese flog es nun schnell
Ein Lied summend so glücklich und hell
Das Luminea’s Lied sehr ähnlich war
Und Hummelchen lächelte dazu immerdar.

aus Junie’s Gedanken